Da Leon gestern mal wieder seinem Bruder bei allen Aufgaben den Vortritt gelassen hat, wurde sein Handy, welches er für die Ferien zum Spielen und Fotografieren nutzen darf, gestern konfisziert. Sehr zum Ärger von Leon natürlich, was den ganzen Tag zu Diskussionen geführt hat. Aber wie blieben hart. Die Bedingung, damit er es heute wieder kriegt ist, dass er Frühstück macht. Und tatsächlich, ohne was sagen zu müssen, sind plötzlich Toastbrötchen mit Erdbeermarmelade und Peanutbutter parat. So genial! Er erhält natürlich das Smartphone wieder. Leider ist es nicht geladen und so kann er es – bis wir zurück sind am Mittag – trotzdem nicht benutzen…
Um 5:45 Uhr fahren wir los in Richtung Sunrise-Point, wo wir auf den Sonnenaufgang und den damit verbundenen Farbenreigen warten. Sonnenaufgang heute: 6:20 Uhr über dem Horizont plus 10 Minuten, bis sie über den Gebirgen am Horizont erscheint.

Das Warten lohnt sich. Der Himmel ist heute leicht bewölkt, was den Kontrast und das Licht noch spannender macht.

Als dann die Sonne über den Horizont steigt, wechseln die Hoodoos ihre Farbe zu leuchtendem Orange.
Wunderschön.
Anschliessend laufen wir auf dem Figure-8-Loop-Trail, welcher den Queensgarden-Trail, den Peekabo-Trail und den Navajo-Trail beinhaltet. Die Landschaft ist atemberaubend, es ist schön kühl mit 22°C am Morgen und ca. 32 °C um 11 Uhr.
Die Bilder sprechen glaub für sich.
Wir laufen in 3:30 h die 13 km rund herum. Die Wanderung ist als Kurzversion der bevorstehenden Grand-Canyon-Wanderung gedacht. Es sind rund 600 Höhenmeter runter und wieder hoch. Wir testen, wie viel Wasser wir brauchen und wie fit wir sind. Bis auf ein paar Motivationsprobleme beim Kleinsten läuft alles rund. Jan ist auch nicht immer begeistert, aber er hält wacker mit und hat gar keine Ausdauerprobleme. Er würde glaub einfach lieber im Hotelzimmer auf dem Smartphone herumdrücken. Aber das ist die Belohnung am Nachmittag für die Anstrengung am Morgen. Wir haben rund 4 Liter Wasser getrunken. Hatten somit 2 Liter zu viel dabei. Besser zu viel als zu wenig.
Die Eindrücke sind wirklich überwältigend. Es riecht intensiv nach Gelb-Kiefern (Pinus Ponderosa). Einzig die Pferdeäpfel, die auf dem Weg liegen und uns begleiten, trüben den olfaktorischen Genuss.
Um 11:30 Uhr sind wir wieder im Hotel, wo gerade unser Zimmer aufgeräumt wird. Wir verziehen uns so lange unter die Bäume auf dem Hotelgelände.
Da wir am Nachmittag nichts geplant haben, buche ich eine ATV-Tour mit Jan. (ATV = All Terrain Vehicle = Quad). Nach dem Mittagessen im Diner des Hotels machen wir die Gegend also mit dem Quad unsicher. Jan und ich finden das cool. Wir fahren in der nahen Gegend auf Naturpfaden, wir an zweiter Position direkt nach dem Guide mit 5 anderen Familien. Was mir besonders gefällt ist das Driften in den Kurven. Gerne würde ich mehr Gas geben und das Limit etwas ausloten. Aber wie erwartet lässt der Guide das nicht zu. Er verwarnt mich nachdem er es gesehen hat und meint, es sei keine gute Idee, da dies teuer werden könnte. «If something goes wrong and the ATV is gonna be damaged, your Credit-Card would be melting». Ich weiss, ich weiss. Aber die ATVs sind dafür gemacht, Alter! Ich kann es nicht ganz lassen, schaue aber, dass er uns dabei nicht mehr sieht…

Anja wäscht unterdessen die Kleider der Kids, da diese jeden Tag eine neue Garnitur verwendet haben. Nach dem Ausflug kommen wir wie gemauert zurück zum Hotel und wir könnten gleich noch eine Wäsche machen. Wir sind von oben bis unten mit Staub bedeckt. Beim anschliessenden Duschen ist das Wasser anfangs schwarz vor Dreck! Meine Kleider waren mal blau…
Der Rest des Nachmittags vergeht für die Kids mit Lesen und Gamen, für Anja mit Waschen und Dösen und für mich mit Blogschreiben.
Fürs Nachtessen gehen wir wieder ins Cowboy-Restaurant.














































Lieber Leon. Es tut mir leid, aber wegen deiner Geschichte im Blog habe ich nur noch gelacht. Von Zeile zu Zeile konnte ich nicht «aufhören» zu lachen. Ich weiss dir war es nicht mehr zum Lachen und deiner Familie auch nicht, aber die Geschichte ist für ausserstehende wirklich lustig. Ich kann jetzt nicht schreiben, mach weiter so, ich weiss, aber meinen tue ich es schon. Danke Tobias für die geschichtliche Erzählung im nächsten Blog, sehr interessant. Eigentlich hast du dich ja schon für die Schule nach den Ferien vorbereitet. Diese Stunden werden sicher sehr interessant! Machts gut und schöns Tägli wünscht euch s’Mimami