Das erste Mal ausschlafen. Gar nicht so einfach. Püntklich um 4:30 Uhr sind wir wieder wach. Morgenessen um 7 Uhr heisst, 2.5h rumliegen. Wir dösen noch etwas weiter, aber um 6 Uhr ist Schluss mit Liegen lang. Wir packen und bereiten uns auf die Abreise vor.
Das Morgenessen haben wir ja bisher immer verpasst, obwohl es im Preis inbegriffen gewesen wäre. Wir testen heute, was genau wir verpasst haben.
Es ist fast wie in der Schweiz, weil das Restaurant exakt um 7:00 Uhr (auf die Sekunde) aufgeschlossen wird – ich sage ja, das schweizerische Pendant zu Zermatt, einfach in Utah. Das Restaurant ist noch leer. Der table attendant oder Tischanweiser (keine Ahnung, ob das ein Waiter mit einem höheren Rang ist, bietet uns den (vermutlich) besten Tisch im Lokal an. Wir möchten aber eigentlich draussen essen, es ist draussen herrliche 22°C warm. Er führt uns etwas missmutig an den kleinsten Tisch draussen, der zu allem Übel noch einen Sonnenschirm in der Mitte hat. Wie sollen wir zu viert an diesem Tisch essen? Auch hier, es ist nicht klar, was sich der Typ überlegt, ob das eine Schikane ist oder ob der Tisch am besten Spot der Terrasse liegt. Naja, wir suchen uns dann einen doppelt so grossen Vierertisch an der Wand, an dem wir angenehm Platz haben. Als uns der table attendand dort sieht, verwirft er die Arme, lässt es aber dabei bewenden. Weil es «nur» 22 °C kalt ist, muss Jan für die ganze Familie (ausser für mich) die Pullover aus dem Hotelzimmer holen. Meine Familiy ist sich solche tiefen Temperaturen nicht mehr gewohnt. 🤣😳
Das Morgenessen ist US-amerikanisch, es gibt also kein Confibrot (was ich vermisse), sondern Pancakes, Waffles, french Toast und alles mit viel Ahorn- oder Maissirup oben drüber. Zum Frühstück könnte man auch Ckicken Fried Chicken oder Chicken Fried Steak haben. Ich entscheide mich für ein leckeres Müesli, auch wenn das hier Homeade Hikers Granola heisst. Pancakes und Waffles für die Kids und Anschi.
Um 8:15 Uhr fahren wir los in Richtung Bryce Canyon über den Zion Park Boulevard, durch den Zion-Mount-Carmel Tunnel. Wir machen noch einen Spaziergang zum Pine-Creek Canyon Overlook, bevor es dann zügig Richtung Nordosten geht. Am Eingang des Zion-Nationalparks, den wir durchqueren, kaufen wir noch einen Annual-Pass für alle Nationalpärke. Das kostet nur USD 80 und man kann alle Nationalparks während einem Jahr ohne weitere Kosten besuchen. Das ist ein super Angebot und die Pärke sind wirklich gut unterhalten.










Die Fahrt ist schön, die Strassen sind super. Es grünt immer mehr, je weiter wir nach Norden kommen. Es gibt hier definitiv mehr Wasser. Wir sehen hier zum ersten mal Kuhherden, Pferde, Ackerbau, Gemüsebau. Das meiste ist bewässert, aber dem Auge tut es gut.
Zuerst auf der Route Nr. 9, dann Nr. 89 verpassen wir knapp 120 km später fast die Abzweigung zum Bryce Canyon Nationalpark auf der Route Nr. 12.
Kurz darauf fahren wir am Best Western Plus Ruby’s Inn, unserem Hotel für die nächsten beiden Nächte vorbei und besuchen gleich als erstes den Park. Der Annual Pass wird akzeptiert und wir erhalten noch eine Karte dazu. Dann fahren wir 20 Meilen bis zum hintersten möglichen Punkt, dem Rainbow Point.
Die Landschaft ist atemberaubend. Die Hoodoos oder Feenhälse wie die Felsnadeln genannt werden, sind eine Augenweide. Für weitere Ausführungen zur Entstehung dieses Naturphänomens habe ich eine weitere Seite erstellt -> Entstehung der Hoodoos. Laut Anja sind geologische Erläuterungen in diesem Erlebnisblog nicht erwünscht und verlangsamen den Lesefluss… 😁😉
Wir essen zuerst ein kleines Picknick und besuchen dann einen Aussichtspunkt nach dem anderen, so dass wir den ganzen Talkessel im Überblick gesehen haben. Der Bryce Canyon ist vom Namen her ja gar kein Canyon, sondern ein von der Form her Amphitheater genannter Kessel bzw. Ein Kessel mit ganz vielen Amphitheatern. Wen das verwirrt, die Erklärung dazu findet sich im Link zur Geologie…

Hier die besten Bilder davon als Sliedeshow (mit dem Finger von rechts nach links wischen).
Um 15:30 Uhr sind wir dann schlisslich beim Hotel, wo wir in Rekordzeit unser Hotelzimmer beziehen können. Anja hat im Vorfeld alle Hotels vorgebucht und somit entfällt jeweils ein Grossteil des Papierkriegs. Dies ist das günstigste Hotel auf unserer Reise mit USD 110.- pro Nacht. Man sieht den Hotelzimmern das Alter an, aber für uns ist es ganz okay. Hauptsache wir können uns zurückziehen, duschen und etwas erholen und entspannen.
Zum Nachtessen gehen wir ins hoteleigene Restaurant, dem Ruby’s inn Cowboy’s Buffet & Steak Room. Hamburger für die Kids, Shrimps für Anschi und ein Pork-Rack für mich. Es ist wie immer eher zu viel für unsere europäischen Mägen. Geschafft fallen wir ins Bett, weil wir morgen wieder früh aufstehen, um den Sonnenaufgang zu bewundern.
Da Sonntag ist, habe ich keinen Blog geschrieben. Dafür schreibe ich morgen zwei. Dies war nun der erste Streich. Der zweite aber folgt sogleich…











Hab mich gestern vor dem Einschlafen schon gewundert, wo meine Einschlaflektüre ist. Dafür kann ich jetzt auf dem Weg zum Zahnarzt in Luzern zweimal lesen. 🙂
Cool, euch so folgen zu können! Vor 11 Jahren haben wir auch schon im Rubys Inn übernachtet, man hat ihm das Alter dort schon angesehen!
Liebe Grüsse an alle und geniesst es!