Jetlag is a bitch. Müde sind wir, aber die Nacht zieht sich dahin… um 3:30 Uhr in der Früh, 12:30 Uhr in der Schweiz, ist fertig mit schlafen.
Der Plan: Las Vegas gehört um diese Zeit uns allein. Und wir essen heute Frühstück im Denny’s, 24h geöffnet.



Und so ist es. Einige Nachtschwärmer, Putzkolonnen und Strassenarbeiter sind zwar unterwegs, aber Verkehr gibt es praktisch keinen und wir sind wirklich fast allein. Die Temperatur ist perfekt, knapp 30 °C.
Einziges Problem: WAAAAAS? Maintenance – Unterhaltsarbeiten. Denny’s hat geschlossen. Wahrscheinlich der einzige Tag im Jahr, an dem der Laden nicht 24h geöffnet hat! Gibt’s doch gar nicht… Nach einigem Suchen nach einer Alternative müssen wir uns eingestehen – es sieht schlecht aus. Wie Anja richtig feststellt: Die Amis haben keine Morgenesskultur wie wir. Es gibt wirklich rund um unser Hotel kein geöffnetes Frühstückslokal. Okay, wir sind auch etwas früh unterwegs. Wir ziehen uns also um 5 Uhr wieder in unser Hotelzimmer am hintersten Ende des 24. Stockes zurück und warten, bis Denny’s um 6 Uhr hoffentlich wieder öffnet. Zum Glück habe ich am Vorabend Toast, Bananen, Peanutbutter und Wasser gekauft. Wir können also den größten Hunger stillen. Das Vorgehen hat sich ja damals schon in Florida bewährt.
Nach der unfreiwilligen aber konstruktiven Pause (Blog, Spielen mit Basketball der Kids (wir glauben nicht, dass jemand dadurch erwacht ist – es hat zumindest niemand reklamiert), usw.), probieren wir es nach 6 Uhr noch ein zweites Mal. Und dieses Mal können wir unseren Hunger stillen… Denise unsere Bedienung verwöhnt uns mit allen Leckereien, welche wir wünschen.

Leon im Glück!
Danach trotten wir als Verdauungsspaziergang dem Boulevard entlang und sehen uns die verschiedenen Hotels an. Eines ist verrückter als das andere. Wahrscheinlich mehr Schein als Sein. Auf jeden Fall sind die Leute sehr freundlich, viele möchten wissen, woher wir sind und wünschen uns a nice day. Oder sie empfehlen uns, was wir unbedingt besuchen sollen (z.B. Denny’s). Aber da waren wir ja schon. Eigentlich schon 2 mal!




Hier das Aria mit interessantem Eingang zum Restaurant:

Nach einer Siesta im Hotelzimmer geht es dann in Richtung Süden zu den Hotels Excalibur und Luxor. Das Luxor befindet sich in dieser riesigen Pyramide, welche innen fast vollständig hohl ist. An den Wänden entlang bis zur Spitze sind die Hotelzimmer angeordnet. Krass! Das Excalibur ist ein hässlicher Klotz. Die Türmchen vorne sehen noch interessant aus, der rechtckige Klotz dahinter ist aber eben – hässlich. Zwar mit 4000 Zimmer eines der größten Hotels der Welt (wenn nicht sogar das grösste), aber das macht das Aussehen auch nicht schöner…





Die Temperaturen sind nun deutlich über 40 Grad, in der Sonne ist es richtig heiss. Im Schatten bei leichtem Wind ist es aber nach wie vor recht angenehm, da die Luft trocken ist.
Auf dem Rückweg gehen wir noch im MGM vorbei und haben einen tollen Blick auf unser Hotel.

Wir klappern noch einige interessante Läden ab, um die Motivation für die Jungs hoch zu halten: M&Ms, Netflix mit Stranger things, Lids und einen Shop mit Sneakers, der das Herz ❤️ von Jan höher schlagen liess: Mschf Big Red Boot, Jordan one the lost and found, dunk low ebay, sandy bodecker, jordan one spider man, dunk low lobster, usw. um nur ein paar der Entdeckungen Jans zu nennen.












Man beachte die irren Preise… gekauft wird nichts.
Es gibt auch Shops mit Basketball-Trikots. Auch das ein Highlight für Jan. Er kennt sich damit (und eben mit Sneakern) schon recht gut aus. Ich muss zugeben, ich habe keine Ahnung davon. Aber Jans Grinsen sagt alles…

Ich organisieren noch eine Simcard für mein Handy, um für den Blog und die Navigation beliebig viele Daten versenden zu können. Mit USD 50.- ist man dabei. Datenflatrate für einen Monat auf 5G. Check.
Da wir am nächsten Morgen früh raus wollen, essen wir früh zNacht, da wir auch kein Mittagessen hatten. Hatte ich schon erwähnt, dass die meisten Restaurants hier schweizer Preise haben, aber (nur) durchschnittliche US-Qualität.
Es gibt natürlich unzählige Restaurants am Strip, aber wir wollen was Einfaches und Schnelles. Die Besseren sind meist auch die teureren. Essen für 1 Dollar im Casino gibt es übrigens nicht mehr, so wie früher. Wir kennen uns noch nicht so gut aus und schauen auf die Bewertungen auf Google.
Das Applebee’s, das uns in Florida mehrmals voll überzeugt hat, wäre eine Möglichkeit. Dazu bräuchten wir aber das Auto, da es 15 Fahrminuten vom Hotel entfernt ist. Das wollen wir eigentlich nicht. Wir möchten es einfach halten. Wir probieren deshalb das Crack Shack Las Vegas. Die Rezensionen klingen super (4.5/5), die Sandwiches und Chicken Finger sehen in der Onlinekarte lecker aus. Das Ambiente ist von den Tischen und Bänken her rustikal und dazu kann man auf Grossbildschirmen Fussball und Basketball mitverfolgen, was für Jan und Leon super ist. Die Getränke können so oft aufgefüllt werden, wie man möchte. Das Essen ist für amerikanische Verhältnisse vielleicht sogar gut. Aber für uns Europäer, welche ohne Mittagessen ein leichtes zNacht wollen, ist alles viel zu fettig. Alles ist frittiert. Gemüse gibt es nicht dazu (zumindest bei den von uns gewählten Menus nicht und wenn doch wäre es wahrscheinlich auch frittiert im Biertrig oder so). So sah es also auf den Bildern der Karte aber nicht aus! Das Applebee’s wäre wahrscheinlich doch die bessere Wahl gewesen. Etwas ernüchternd und gefühlt (zu) voll ziehen wir uns durch die Gluthitze der 🌞 zwischen den Hotelfronten auf unser Zimmer zurück. Duschen, Zähne putzen, ab in die Pfanne.
Wir haben heute ca. 19’000 bis 25’000 Schritte gemacht. Der Jetlag wird und ist besser. Aktiv sein ist eben doch die beste Strategie.
Morgen heisst es um 4 Uhr auf, damit wir um 6 beim Valley of Fire sind.
Gute Nacht…