Zuerst die Meldung des Tages: Meine Eltern meinten ja, wir würden den Frühling in der Schweiz verpassen. Stimmt, das hätte natürlich passieren können. Nun, dazu einfach folgende Bilder (😄😁😜) :
Hier ist es am Morgen etwas bewölkt und die Temperaturen starten bei tiefen 18°C. 🥶😉

Wir entscheiden deshalb, in den Norden der Insel zu fahren, wo es vielleicht etwas heiterer ist… Aber zuerst tanken wir etwas Energie mit dem Frühstück. Jan hat gestern entschieden, sich Schoko-Croissants zu machen – mit Croissants und Schokosauce. Diese ist warm und flüssig, wird dann aber beim Abkühlen fest. Er hat es sehr gut im Griff. 5 davon mussten dran glauben. Leon hat dasselbe aufgrund der vermeintlich fehlenden Nutella mit den Omeletten versucht, und bei ihm sieht das Ergebnis ganz anders aus.
Nach eingehender Reinigung geht es los in Richtung Norden der Insel in Richtung Punt Mujeres zur Cueva de los Verdes. Ein vulkanisches Höhlensystem von rund 7 km Länge, das erst seit den 1980er Jahren bekannt ist. Wir sind mit einer Führerin rund 1 km in die Höhle hineingelaufen. Sehr eindrücklich! Vor ca. 20’000 Jahren ist der Corona-Vulkan (Volcano de la Corona) ausgebrochen und die Lavaströme sind unterirdisch zum Meer geflossen. Der Lavastrom ist mit der Zeit versiegt und hat sich dadurch in der Höhle abgesenkt. Übrig geblieben ist ein lang gezogenes und zum Teil bis 20 Meter hohes Höhlensystem.
Am hintersten Punkt der Führung standen wir plötzlich an einem Abgrund vor einer gewaltigen Höhle mit einer Brücke in der Mitte:

Die Führerin schmiss dann einen Stein runter, um zu zeigen, wie tief die Höhle ist:

Geniale Sinnverwirrung – eine optische Täuschung! Man sieht es wikrlich nicht, das Foto scheint heller, als es in der Höhle tatsächlich ist. Aber die Höhlendecke spiegelt sich in einem 1 m tiefen Wasserbecken. Diese Höhlenerforschung war also ein echtes Highlight, auch für die Jungs. Jan hat Einiges verstanden, was die Führerin auf Spanisch gesagt hat. Sogar Leon hat die Länge der Höhle von 7 km herausgehört. Clevere Bürschchen!
Die Fortsetzung der Höhle gegen das Meer hinunter nent sich Jameos del Agua und ist ein von der Natur geschaffenes und von César Manrique bearbeitetes Kunstwerk. Wir halten fest: César liebt Wendeltreppen aus dunklem Holz (wahrscheinlich aus alten Schiffsplanken) und die Farbe weiss. Aber er hat eine faszinierende Vorstellung der Kombination von Kunst und Natur und schafft dadurch echt beeindruckende Bauwerke. Im Salzwasserteich im dunkleren Bereich auf den Fotos unten leben Albinokrebse, eine endemische Art. Sie existiert nur hier.

Vom Meer geht es nun auf einen der höchsten Aussichtspunkte im Norden der Insel, auf den Mirador del Rio. Von hier sieht man auf die beiden nördlichsten Inseln der Kanaren, la Graciosa und Isla de Montaña Clara und gegen Süden auf den Coronavulkan.


La Graciosa 


Durch den ständig wehenden Nordwind hier, ergeben sich lustige Situationen:
Das Grummeln auf den Rücksitzen wird langam lauter und die gute Laune löst sich langsam mit steigendem Hunger in Luft auf. Deshalb suchen wir in Harìa eine Möglichkeit, die hungrigen Mäuler zu stopfen. Auf dem Weg dorthin gelangen wir noch auf eine vulkanische Klippe mit sensationellem Ausblick.
Wir essen für einmal nicht im Hafen sondern im Dorfmarkt von Haìra. Ein schnuggeliges kleines Gebäude in einem malerischen Dörfchen, mitten zwischen Vulkankegeln.
Nach dem Essen machen wir einen Rundgang im Dorf, bei dem wir den Placa León y Castillo besichtigen. Hier wachsen als einer der wenigen Orte auf der Insel Bäume ohne Bewässerung.
Nächster Stop bei der gebänderten Stadt, die stratified City. Lustige Überbleibsel von unterschiedlich harter und gefärbter Vulkanasche.
Den letzten Wurf Césars, den er im Alter von 78 Jahren im Jahr 1997 verwirklicht hat ist der Kaktusgarten, Jardín de Cactus. 40’000 Kakteen, einer schöner als der andere. Okay es gibt auch ein paar hässliche darunter. Die Vielfalt ist beeindruckend.


So, das war’s für heute. Die Rückfahrt nach Puerto Calera verlief ruhig und entspannt. Jetzt etwas entspannen, lesen, Blog schreiben und geniessen.






























































Was ihr alles an einem einzigen Tag erlebt! Grosse Klasse der Bericht und die Fotos…das ist so spannend für uns. Danke! Geniesst es weiterhin…hier ist es winterlich kalt, die Blumenpracht liegt am Boden flach, so ein Frust. Küssli vom Mami.
Das Ist ja wieder ein Superbericht. Das Lesen macht fast so viel Spass wie das dort sein…🤠😎👍
Weiterhin viel Spass wünsche ich euch!