Vor 3 Monaten haben Anja und ich an einer Lotterie für «The Wave» mitgemacht für 2 verschiedene Tage. Nur 6% der Teilnehmer am Wettbewerb, das sind 48 Personen pro Tag, werden per staatlicher Bewilligung zugelassen. Leider hatten wir damals kein Glück und haben keine Zulassung erhalten. Vor 2 Tagen haben wir noch einmal am kurzfristigen Wettbewerb teilgenommen, an dem noch einmal 16 Personen täglich zugelassen werden. Anja hatte Glück und wie ich vor zwei Tagen geschrieben habe, haben wir die Zulassung erhalten. 👍😁
Um 4:30 Uhr stehen wir auf, frühstücken, packen unsere Rucksäcke, kontrollieren unsere Wasservorräte und ab die Post wieder mal in Richtung Utah. 40 Meilen bis zur Gravelroad namens House Rock Valley Road und dann knapp 8 Meilen bis zum Parkplatz des Wire-Pass-Trailheads. Eine holprige Angelegenheit. Wir verzichten heute auf die Zeitumstellung.

Genau bei Sonnenaufgang sind wir vor Ort. Wir dachten eigentlich, dass die Kontrolle des Zugangs wie immer etwas lasch sein würde… weit gefehlt. Freiwillige, sog. Volunteers haben uns insgesamt 3 Mal überprüft, ob wir die Bewilligung und genügend Wasser dabei haben usw. Wir tragen uns ins Logbuch ein, für den Fall, dass wir uns verlaufen oder sonst ein Notfall eintreten würde. Der Weg ist eigentlich gut markiert, die Temperatur liegt bei 66 °F, es ist richtig angenehm. 3.5 Meilen hin zur Wave 🌊 durch die Wüste liegen vor uns. Easy.
Auf dem Parkplatz treffen wir Thomas und Bianca aus Dresden, welche wir gestern an der Infoveranstaltung bereits getroffen haben. Sie starten vor uns, wir holen sie jedoch bald ein und wir laufen den Weg zeitweise gemeinsam. Das ist praktisch, da wir so gegenseitig Gruppenfotos machen können. So sind wir auch mal als Familie zusammen auf den Fotos.
Nach 80 Minuten sind wir da. Übrigens haben wir unterdessen Utah zubFuss wieder verlassen und befinden uns wieder in Arizona. 🤪
The Wave ist wie der Antilope-Canyon ein Sandsteinfels, welcher aber heute vor allem äolisch (durch Wind) erodiert und dabei sandgestrahlt wird. Aber lassen wir doch die Bilder sprechen.
Einfach fantastisch. Wir fühlen uns geehrt, diesen Ort besuchen zu dürfen.
Nach einem Picknick und hunderten von Fotos plaudern wir noch etwas mit der Dame, welche das Gebiet als Freiwillige überwacht und für Notfälle bereit steht. Tatsächlich musste schon 6 mal dieses Jahr der Helikopter ausrücken, da sich Besucher überschätzt haben und aufgrund von Überanstrengung und Dehydration nicht mehr in der Lage waren, selbständig zurück zu laufen. Eine Frau hat sich letzte Woche auf dem Rückweg offenbar verlaufen, fand dann aber bis abends um 6 Uhr doch noch von alleine zurück zum Parkplatz.
Es ist uns ein Rätsel, wie man auf diesem Weg verloren gehen kann. Dass man genug Wasser braucht ist klar, es herrscht Wüstenklima, für heute sind 108 °F angesagt. Diese Temperatur wird aber erst am Mittag erreicht werden. Trotzdem laufen uns später um ca. 10 Uhr einige Wanderer mit nur einem Liter Wasser entgegen. Das ist schon etwas fahrlässig, wir merken, wie der Durst mit der Zeit zunimmt. Wir haben 2.5 Liter pro Person dabei. Empfohlen sind 4. Es reicht aber locker. Leon und Jan haben sogar Wasser über die Köpfe und die Hüte geleert, was wunserbar kühlt. Trotzdem hatten wir am Schluss pro Person 0.5 Liter übrig. Später am Tag braucht man aber wohl 0.5 bis 1 Liter Wasser mehr.
Auf jeden Fall überschätzen sich viele Leute, das wird heute klar.
Auf dem Rückweg treffen wir z.B. auf eine Japanerin, die sich von ihrer Gruppe getrennt hat und sich uns anschliesst, weil sie nicht sicher ist, ob sie den Weg alleine findet. Sie macht aus Dankbarkeit noch ein Foto von uns. Hier im Schatten mit etwas Wind ist es trotz 38°C recht angenehm.

Als die Japanerin dann doch wieder alleine weiterzieht, nimmt sie prompt die falsche Abzweigung. 🤦Sie würde so theoretisch auch zum Parkplatz zurück kommen, aber mit einem grossen Umweg, sofern sie nicht nochmals falsch abbiegt. Ich rufe sie dann zurück und sie folgt uns auf dem richtigen Weg bis es nur noch in eine Richtung entlang eines Flusslaufs zum Parkplatz zurück geht. Da kann man nichts mehr falsch machen – hoffentlich. 🤔
Leon hat unterwegs noch einen Wanderstock gefunden, welcher in 2 Stücke gebrochen auch für mich einen abgibt. Er ist so goldig mit seinen Ideen und seinem Tatendrang. Immerhin ist er der kleinste, aber er kommt gut mit. Manchmal braucht es etwas zusätzliche Motivation oder ich nehme in bei der Hand. Dann plaudern wir und er vergisst, dass es ihn eigentlich angurkt.
Die Fahrt zurück führt uns wieder von Utah nach Arizona, wir haben heute 4 mal eine Staatsgrenze überquert.

Am Nachmittag ist Erholung angesagt. Schlafen, von unseren Vorräten essen, jassen, im Hotelpool planschen, Fotos aussortieren und Blog schreiben.
Zum zNacht zieht es uns heute zum Italiener Strombolli, fast wie der Vulkan. Anja möchte wieder mal echte Pasta essen und sie kriegt ihre Linguine con Scampi. Mac and Cheese ist halt nicht so ihres.
Obwohl wir nur 3 Menus nehmen ist die Rechnung gesalzen. USD 120.-. Okay, ich habe ein Glas Wein bestellt und zur Vorspeise gibt es vulkanisch scharfe Chicken Wings 🍗🔥. Aber trotzdem: in den USA wird zumindest im Westen automatisch 18-20% Gratuity zur Rechnung addiert. Das summiert sich. Das Servicepersonal lebt aber davon. Die Löhne sind offenbar immer noch sehr tief. Wir gönnen es ihnen.
Nach 19 Uhr fahren wir zum Hotel zurück und sehen das erste Mal bewusst den Sonnenuntergang. Es ist immer noch sehr warm. Knapp 40°C bei Sonnenuntergang. Hot time, summer in the city…

Wir fallen um 20 Uhr erschöpft ins Bett und freuen uns auf Morgen…







































Danke für die wunderschönen Bilder. War ja nicht so gefährlich, wie angekündigt! Oder und ihr habt alles richtig gemacht. Am frühen morgen losmarschieren und gut ausgerüstet! Schöns Tägli wünscht euch s’Mimami
Danke für diese wiederum fantastischen Bilder
Die Welt ist halt einfach wunderbar. Ein Wunder eben!
Weiterhin viel Spass und schöne Erlebnisse wünscht euch Gropi
So was von grossartigen Bilder! Und wenn man es erst noch in echt erleben darf wie ihr… Eure Reise ist ein unglaubliches Abenteuer! Und mit den einzigartigen Blogs von Toby sind wir fast auch dabei! Danke!!
Bleibt weiterhin auf den Glückswegen und ohne Hitzestaus.
Hier hat es geregnet und es ist kühler geworden, Gott sei Dank. Die Natur und auch wir können aufatmen.
Küsschen vom Ömi