Um 7:15 stehen wir auf, packen alles zusammen und verstauen die Koffer in unser (kleines) Auto. Wir machen das ja nicht das erste Mal, deshalb geht das Ruckzuck. Irgendwie ist es schon cool, alles, was man braucht in einem Koffer und einem Rucksack dabei zu haben. Es ginge sogar mit noch weniger Gepäck bei diesen Temperaturen hier. Morgenessen ist bereits ab 7 Uhr, deshalb sind wir um 7:45 Uhr für einmal nicht die ersten. Aber unter den ersten 10. 😁
8:30 Uhr fahren wir in Richtung Flughafen, dieses Mal ohne Stau, nicht wie vorgestern, als es einen Unfall auf der Autobahn in Richtung Flughafen gab. Es läuft alles wie am Schnürchen, Auto parkieren, Gepäck verteilen, so dass jeder was zu tragen hat. Check-in suchen, laut Anzeige scheint nur ein Schalter für die Edelweiss Maschine offen zu sein. Tatsächlich sind zwei offen: 75 und 77. Ist ja auch sinnvoll, wegen den Abstandsregeln eine Reihe frei zu lassen. Es hat auch zwei Schlangen: allerdings vor Schalter 75 und 76. Bei 77 steht eine Tafel: nur mit Boarding-Pass. Da wir den online-Check-in gemacht haben und niemand vor diesem Schalter steht, probieren wir mal, was passiert, wenn wir da anstehen. Ich frage andere in Reihe 76, ob sie einen Boarding Pass haben. Nein, haben sie nicht. Sehr gut. Es stellt sich dann heraus, dass niemand einen Boarding-Pass hat (auch wir nicht, auch wenn auf dem Online-Check-in-Formular der anderen Passagiere explizit drauf steht «this is not a valid boarding pass» , bei unserem jedoch nicht), aber alle die Dame falsch verstanden haben und in der falschen Kolonne anstehen. Es verschieben also alle nach Kolonne 77 und auch wir stehen an. Die Dame am schalter prüft neben dem Gewicht der Koffer auch unsere negativen PCR-Tests. Ohne kommt man offenbar nicht ins Flugzeug. Gepäck ist also eingecheckt, wir haben unsere Boarding-Pässe und gehen zur Kontrolle, wo das Handgepäck gescannt wird.
Anja und Leon müssen die Schuhe und die Pullover ausziehen, Jan und ich nicht. 😳 Als ich meine Taschen durchsuche, um alles Metall aufs Band zu legen, finde ich doch tatsächlich noch den blöden Autoschlüssel des C3… Shit! Ich muss nochmals raus, den Schlüssel beim Büro des Vermieters abgeben und das ganze Prozdere wiederholen. Gesagt getan, raus ist kein Problem, rein geht allerdings mit dem Boarding-Pass nicht mehr. Der Scanner reklamier und das einladende Grün wechselt zu abweisendem Rot! Die beiden Polizisten daneben interessiert das gar nicht, ich wende mich deshalb an eine Dame in Zivil, welche die Scanner betreut. Meine Erklärungen scheinen ihr zu genügen, nach manuellem Öffnen der Schleuse kann ich wieder rein.
Kurz nach 10 Uhr beginnt dann das Boarding, wir warten bis zum Schluss da wir sowieso fast zuhinterst sitzen. Wir haben auch dieses Mal 6 Sitze für uns vier, der Flieger ist aber zu 90% voll im Gegensatz zum Hinflug, da waren nur ca. 2/3 der Sitze besetzt.
Der Flug verläuft zeitweise etwas holperig, wir haben teilweise bis zu 150 km/h Rückenwind und fliegen fast 1000 km/h schnell, es ist wohl auch deshalb recht turbulent. Die meiste Zeit fliegen wir über eine geschlossene Wolkendecke. Erst über Spanien reisst diese etwas auf, so dass wir die Costa del Plastico im Süden, die Pyrenäen im Norden Spaniens (immer noch mit Schnee bedeckt) und schliesslich die weissen Alpen sehen.
Nach knapp 4 h sind wir zurück in der Schweiz. Landung um 15:36 Uhr, dann ein langer Fussmarsch zu den Kofferbändern. Keine Personenkontrollen, keine PCR-Stichproben nix. Nehmen die Koffer, laufen zum Parkhaus und sind also bis auf den Check-in in Spanien nicht weiter kontrolliert worden. 🤔
Was nun kommt, ist mir/uns noch nie passiert. Wir haben offenbar Ferien genossen, in denen man alles vergisst! Wir wissen nämlich nicht mehr, auf welchem Parkdeck unser Auto steht. 🤦😂😂 Dumm ist auch, dass man im P6 am Flughafen unten im 0ten Stock das Level wählen muss, in welches man fahren möchte. Wir starten mit Level 2. Dort steht es aber nicht. Nun können wir aber nicht einfach ins Level 3 fahren, sondern man kann beim Lift nur Level 0 wählen. Also wieder runter. Level 3, 4, 5, 6, dann die 1. Sch… Das kann doch nicht sein! Es hat noch einige Level mehr, aber höher waren wir sicher nicht. Ich lasse also meine Family stehen und gehe zu Fuss die Rampe hoch, Stock für Stock und drücke auf dem Schlüssel die Lichttaste, damit das Auto die Scheinwerfer aufleuchten lässt. Tatsächlich steht es auf Level 5 hinter einem Porsche Macan. Deshalb haben wir ihn nicht gesehen. Naja, Ende gut alles gut. Nach etwas Stau vor dem Gubrist sind wir dann um 17:40 zu Hause.
HURRA, Home sweet Home! Wir freuen uns, wieder hier zu sein. Sind aber froh und glücklich, diese schöne Reise gewagt zu haben.










