4.4.18
Heute haben wir bis 5.30 Uhr schlafen können und sind so wieder richtig fit. Wir können selber Kaffee und Confi-Brötli (also Toast) machen im Zimmer. Leider hat die Zeit gestern am Strand gereicht, um Leons Ohren und Jans Gesicht leuchten zu lassen, obwohl sie eingecrèmt waren. Heute also keine Sonne am Strand. Es gibt genug Anderes.
Wir fahren mit unserem SUV nach Downtown, zuerst nach Wynwood.
Der Wynwood Art District ist ein Stadtteil im Wynwood-Viertel von Miami. Es ist die Heimat von über 70 Galerien, Museen und Sammlungen. Vor allem aber ist es ein altes Industriequartier, das über und über mit Graffiti bemalt ist.
Die Gegend ist morgens um 8 wie ausgestorben. Ausser den Bauarbeitern auf ein paar Grossbaustellen sind wir praktisch die einzigen.
Unglaublich coole Graffiti gibt es hier, praktisch jede Wand ist bemalt. Nicht alle Künstler sind für dieses Handwerk berufen. Ein paar sind aber echt begabt und schufen wirkliche Perlen!
Auch haben wir hier herausgefunden, wie man mit einer App die Parkgebühr bezahlen kann und können jetzt in den ganzen USA wirklich praktisch und einfach die Parkgebühren begleichen. Überall, wo man das Auto bequem hinstellen kann ist entweder öffentliche Parkzone oder privat property. Es ist hier wirklich nichts gratis. Nebenbei, wir könnten noch viel lernen, was die Kommerzialisierung betrifft. Es fehlt doch zum Beispiel noch so was auf dem Vierwaldstättersee:
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| Werbeboot mit Riesenscreen (600″) |
Es ist 28° im Schatten, angenehm warm, in der Sonne aber schon richtig heiss. Im Anschluss fuhren wir nach Downtown, haben das Auto im Parkhaus abgestellt (4$/h, geht noch) und uns auf den Weg zum Hafen gemacht. Anja hat mir auf den Geburtstag eine Speedboatfahrt geschenkt, was wir nun gerne um 11 Uhr machen möchten. Da wir noch etwas Zeit haben, fahren wir mit der Metro den Innerloop ab, der uns oberirdisch zwischen allen Wolkenkratzern hindurchführt.
Auch hier sieht man immer wieder Baustelle und Handwerker. Mit fällt auf: die Amis machen irgendwie immer alles etwas halbpatzig, wenn es ums Handwerken geht. Baustelle sind schlampig gesichert, überall ein riesiges Chaos, Stahlarmierungen und Betonfassaden sehen improvisiert aus. Gerüste sind zum Teil lebensgefährlich. Vieles sieht einfach nicht fertig aus, obwohl der Bau abgeschlossen ist.
Wie wir aber danach auf dem Boot merken durften, die Show, die haben sie voll drauf.
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| Speedboat «Thriller Miami» |
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| Der Hafen |
Die Tour führt durch die gesamte innere Hafenanlage und vorbei an den eindrücklichen Hochhäusern und Wolkenkratzern (Liste der höchsten Gebäude Miamis), und anschliessend in die Biscayan Bay entlang der Venetian-Island, der Fisher-Island und mit den Villen der reichsten Schauspieler auf Star Island (wie Sean Combs, Emilio and Gloria Estefan, Don Johnson, Rosie O’Donnell, Xuxa and Shaquille O’Neal. LeBron James, Rihanna, Jennifer Lopez, Julio Iglesias, Madonna, Sylvester Stallone and Elizabeth Taylor). Man darf nur mit persönlicher Einladung auf diese Insel. Für alle Normalsterblichen unmöglich. Deshalb fahren wir mit dem Speedboat 50 m vor dem Garten vorbei.. .Hier die Bilder:
Der Capt’n und der Speaker ziehen dabei eine Riesenshow ab. Tanzen, sorgen für Stimmung und erzählen ein bisschen aus dem Nähkästchen…
Lustig. Die anderen Amis machen auch voll mit. Wir halten uns vornehm zurück… Das heisst wir lassen uns für Schweizer Verhältnisse voll gehen und nicken mit dem Kopf. Nur die Musik aus den Lautsprechern, immer dann, wenn der Speaker nichts sagt, ist ohrenbetäubend laut. Leon hindert das nicht daran, nach 30 Min. friedlich einzuschlafen in Mamis Armen… Als Abschluss fahren wir noch einige Kilometer mit fast 100 Sachen aufs offene Meer hinaus.
Hier noch das Foto mit unserem Auto, extra für Franz, der danach gefragt hat: