Es geht für uns heute los in Richtung Norden. Das Ziel ist der Myakka River State Park in der Nähe von Venice im Osten und von Saint Petersburg im Norden. Ein Zwischenhalt ist geplant am Venice Beach, wo wir Haifischzähne suchen möchten.
Als erstes müssen wir jedoch unsere Vorräte auffrischen, um in der kargen Wildnis nicht auf die Jagd gehen zu müssen. Küche und Kühlschrank, Strom und Licht werden wir in der 80 jährigen Blockhütte haben, aber viel mehr nicht. Dafür sind wir in einer von nur 5 Hütten, mitten im State Park und inmitten der Natur.deshaln also Einkehr im Walmart, wo wir uns mit allem nötigen, u.a. Schön saftigen Angus-Sirloin Steaks, Spaghetti usw. eindecken.
Wie schon einmal erwähnt ist die schiere Auswahl und das unüberschaubare Angebot fast erschlagend. Waaahnsinn… Und dann gibt es z.B. neben geschätzten 100 Toastvariationen neben Normgrösse auch noch immer xl und xxl, sowie xxxl Grössen zur Auswahl. Und das ist für praktisch jedes Produkt so. Kein Wunder sind die Läden so riesig. Unsere mit 12V betriebene Kühltruhe hat sich also mehrfach schon voll bewährt.
Für die Fahrt nach Venice Beach nehmen wir heute die schnelle Verbindung über den Freeway, hier darf man immerhin 70 mph fahren, die meisten fahren 80 mph – so kommt man vorwärts. Der Unterschied zur Schweiz ist, dass hier auf 3 bis 4 Spuren links und rechts überhimt wird und es offensichtlich egal ist, welche Spur wer benutzt. Es gibt keine Regel für Autofahrer, sich rechts zu halten.
Hält man sich auf der mittleren oder rechten Spur an das Speedlimit, wird man eigentlich ständig von Lastwagen überholt. Die anderen Autos fahren sowieso alle viel schneller. 5 mph über dem Limit hat sich als guter Kompromiss bewährt.
So sind wir relativ zügig zur Mittagszeit am Venice Beach, essen dort im Sharkey’s Lunch – Anja schwelgt dabei wegen wirklich köstlichen Chickenwings im siebten Himmel – und gehen danach an den Strand, der für die vielen an den Strand gespülten Haifischzähne bekannt ist.
So geht es dann gemütlich weiter in Richtung Myakka River. Um 3.30 pm sind wir dort und können unsere Hütte beziehen.
Leider ist aufgrund anhaltender Trockenheit bereits früher als üblich Feuerverbot und d.h. Kein BBQ auf offenen Feuerstellen. Nach einigem Hin und Her wird dann klar, dass man in Grillstellen mit Kohlebriquett trotzdem Feuer machen darf. Leider verkauft niemand im Park solche Briquetts. Also auf in die nächste Ortschaft, denn Sirloin-Steak in der Pfanne geht gar nicht. 25 Meilen später ist der Grill am Rauchen und wir legen los.
Hauptsache die Sauce dazu schmeckt!
Unsere Hütte liegt wirklich mitten im Wald, wir sind umgeben von Palmen, Gummi- und Ahornbäumen. Das Paradies für die Kids zum Tiere suchen, Klettern, Verstecken… Es wimmelt von Streifenhörnchen, Schmetterlingen, Insekten und Vögeln. Es ist herrlich ruhig und einigermassen kühl (26°C).
Leider hat Jan irgendwas erwischt bzw. Es war ihm schon den ganzen Tag nicht wohl. Abends hat er dann hohes Fieber mit Fieberfantasien, so dass es für uns eine kurze Nacht wird. Leon hingegen schläft wie ein Stein und hört weder Jan noch die zahlreichen Viecher, die Nachts unsere Hütte anknabbern. A propos anknabbern: das Brot, das wir AUF den Kühlschrank gelegt haben, hat um 21 Uhr bereits mehrere Löcher durch eine kleine Maus. Vielleicht auch 2. Wir haben dnan erst mal alle Lebensmittel in den Kühlschrank – den einzig sicheren Ort gepackt. Eigentlich ja logisch, aber wieso hätten wir mit Mäusen IM Haus rechnen sollen? Wo diese reingekommen sind wissen wir immer noch nicht …







